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Wildcampen ist in Griechenland verboten (Gesetz 5170/2025: ab 300 € Bußgeld p. P., gerichtlich bis 3.000 €). Erlaubt ist nur reines Parken nach StVO, solange keine Campingmöbel, Tische oder Markisen genutzt werden.
Griechenland zieht immer mehr neugierige Camping-Enthusiasten an und das aus gutem Grund, denn die Landschaften sind unglaublich facettenreich!
In Griechenland erwarten dich traumhafte Strände, kristallklares Wasser und das typisch Griechische Flair, den die weiß-blauen Häuser dem Land verleihen. Aufgrund des besonders warmen Klimas bietet sich das Land für die Abenteurer, die es in die Wärme zieht, praktisch das ganze Jahr über an in Griechenland zu Campen. Griechenlands Natur hat ebenso einiges zu bieten, Gebirgsketten, Felsmassive, Wälder, raue Küsten und Traumstrände - also alles wonach sich ein Abenteuer-Herz sehnt. Ob Wildcampen in Griechenland mit dem Campervan erlaubt ist, unter welchen Umständen und in welchen Regionen erfährst du in diesem Artikel.
Ist Wildcampen in Griechenland 2026 erlaubt?
Wir haben leider schlechte Nachrichten für alle, die sich auf entspanntes Wildcamping mit dem Campervan entlang der zahlreichen Strände Griechenlands gefreut haben. Die rechtliche Lage zum Wildcampen in Griechenland ist nämlich sehr eindeutig: Das freie Aufstellen von Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen ist in ganz Griechenland streng verboten. Die Rechtsgrundlage bildet seit Anfang 2025 das Gesetz 5170/2025, welches das alte Gesetz N. 2160/1993 abgelöst hat.
Das Gesetz verbietet Wildcamping ausdrücklich an folgenden Orten:
Strände und Küstenstreifen (ganzjähriges absolutes Verbot)
Öffentliche Wälder und Naturschutzgebiete
Archäologische Stätten und historische Areale
Öffentliche Plätze und Anwohnerzonen
Die Regelung gilt ganzjährig und unabhängig von der Saison. Auch in der Nebensaison finden an Küsten und touristischen Schwerpunkten regelmäßige Kontrollen statt.
Wie hoch sind die Bußgelder für Wildcampen in Griechenland?
Besonders in den Sommermonaten und der Hochsaison werden vielbesuchte Gegenden wie Touristenhotspots, Naturschutzgebiete und Strände regelmäßig von der Polizei kontrolliert. Wer sich dennoch fürs Wildcampen entscheidet und erwischt wird, muss mit einer zweistufigen Strafe rechnen:
Direktes Ordnungswidrigkeiten-Bußgeld: Bereits bei einfachen Verstößen wird vor Ort ein Basis-Bußgeld von mindestens 300 € pro Person erhoben.
Gerichtsverfahren bei schweren Verstößen: Werden Fälle gerichtlich geahndet, drohen Geldstrafen von bis zu 3.000 € oder eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Monaten.
Wo gilt das Verbot für Freistehen besonders streng ?
Besonders an Stränden, in Küstenregionen und in Naturschutzgebieten wird das Verbot strikt durchgesetzt. Öffentliche Küstenabschnitte sind durch das Gesetz 5170/2025 lückenlos für das Übernachten im Fahrzeug geschützt.
Frühere Vanlife-Geheimtipps wie die Insel Lefkada oder abgelegene Buchten auf der Peloponnes sind von dieser Regelung voll erfasst. Das Freistehen direkt am Wasser birgt auch in der Nebensaison und den Wintermonaten ein hohes Risiko für Bußgelder.
Was ist der Unterschied zwischen Parken und Campieren nach der Polizeiverordnung 2026?
Ein entscheidender Punkt beim Freistehen ist der feine Unterschied zwischen unauffälligem „Parken“ und eigentlichem „Campieren“. Seit Februar 2026 stellt eine neue Polizeiverordnung klar, dass für Wohnmobile primär die reguläre Straßenverkehrsordnung (StVO) gilt. Hierbei wird rechtlich strikt untersagt bzw. zugelassen:
Reines Parken (Erlaubt): Wohnmobile dürfen überall dort parken, wo auch PKWs parken dürfen, solange kein spezifisches lokales Parkverbot schildert. Das bloße Schlafen oder Verweilen im ordnungsgemäß geparkten Fahrzeug zählt als Parken. Auf diese Weise kannst du sehr viel eher eine Nacht "Wild-Parken". Vielleicht wirst Du dadurch nicht besonders lange an einer Stelle mit dem Camper stehen bleiben, aber so siehst du dafür umso mehr schöne Orte von Griechenland!
Campieren (Verboten): Aufstellen von Tischen, Stühlen, Wäscheleinen, Ausfahren der Markise oder Nutzen von Hubdächern gilt rechtlich als Wildcamping und wird nach Gesetz 5170/2025 mit mindestens 300 € Bußgeld belegt.
Unser Tipp: Verzichte bewusst auf das Aufstellen von Campingstühlen, Tischen oder das Ausfahren der Markise, um nicht den Anschein zu erwecken, vor Ort lagern zu wollen. Auf diese Weise kannst du sehr viel eher eine Nacht unbesorgt „Wild-Parken“. Vielleicht bleibst du dadurch nicht besonders lange an einer einzelnen Stelle stehen, siehst dafür aber umso mehr von den schönsten Ecken Griechenlands!
Um rechtlich unbedenklichere Plätze zu finden, bietet sich zum Beispiel die App Park4Night an. Dort berichten andere Camper von ihren Erfahrungen an verschiedenen Stellplätzen, was enorm hilft, die Lage vor Ort schon vorab besser einzuschätzen.
Zeitliche Parkregeln für Wohnmobile nach StVO
Standort
Fahrzeuglänge
Maximale Parkdauer
Innerorts
bis 7,50 m
Unbegrenzt (sofern kein Parkverbot)
Innerorts
über 7,50 m
max. 24 Stunden
Außerorts
Alle Größen
Unbegrenzt (sofern kein Parkverbot)
Welche legalen Alternativen gibt es zum Wildcampen in Griechenland?
Würde das Wording belassen wie hier: Die Campingplätze in Griechenland sind allerdings einfacher gehalten, als die der beliebten europäischen Campingländer wie beispielsweise Italien, Portugal oder Spanien, sodass es manchmal nur eine einfache Wasserversorgung und keinen Strom auf den Campingplätzen gibt.
Wer legal in Griechenland übernachten möchte, kann auf verschiedene Optionen zurückgreifen:
Offizielle Campingplätze: Einfache Stellplätze liegen preislich oft bei 15 bis 22 Euro pro Nacht, gut ausgestattete Plätze je nach Saison zwischen 22 bis 55 Euro (der Landesdurchschnitt liegt bei etwa 26 €). Beachte jedoch die Saisonalität: Die meisten Campingplätze haben nur zwischen Mai und September/Oktober geöffnet.
Gastronomie & Tavernen: Viele Restaurants und Bars bieten Campern kostenfreie Stellplätze auf ihren Parkplätzen an, wenn dort gegessen oder getrunken wird, eine gastfreundliche und praktische Alternative.
Stellplatz-Apps: Über Plattformen wie Park4Night lassen sich private Grundstücke sowie offiziell geduldete Stellplätze schnell auffinden.
Im Herbst und Winter gestaltet sich das Reisen mit dem Wohnmobil daher etwas schwieriger, wenn du dich ausschließlich auf öffentlichen Campingplätzen aufhalten möchtest. In den weniger touristischen Monaten der Nebensaison steigt dafür aber die Chance, ruhigere und abgelegenere Orte zu entdecken, an denen du ungestört freistehen kannst.
Worauf musst du beim Campen in Griechenland sonst so achten?
Neben den rechtlichen Regeln gibt es auf den Straßen noch ein paar Dinge zu beachten. Die Fahrbahnen sind oft uneben und Schlaglöcher keine Seltenheit, fahr also lieber etwas aufmerksamer. Auch die Verkehrsregeln werden vor Ort meist deutlich gelassener gehandhabt, als man es aus Deutschland gewohnt ist. Ganz wichtig, vor allem im Sommer: Mach auf keinen Fall offenes Feuer im Freien. Durch die hohe Trockenheit herrscht extreme Waldbrandgefahr, weshalb Lagerfeuer und Holzkohlegrills absolut tabu sind.
Verhaltensregeln beim Campen in Griechenland
Die Allermeisten von uns campen aus Naturverbundenheit und für das unvergleichliche Gefühl von Freiheit. Leider schadet dies in vielen Fällen sowohl der Natur, als auch der lokalen Wirtschaft. Hier sind ein paar Tipps, die du beim Wildcampen auf jeden Fall beachten solltest.
Hinterlasse den Platz so sauber, wie du ihn vorgefunden hast!
Achte darauf Tiere und Natur nicht durch Lärm oder Feuer zu stören!
Entsorge Grauwasser an dafür vorgesehenen Stationen!
Nimm Rücksicht auf Einwohner:innen und Mitcamper:innen!
Unterstütze den lokalen Tourismus und gib deiner Urlaubsregion etwas zurück!
Die wichtigsten Regeln für Camping in Griechenland auf einen Blick
In Griechenland ist Wildcampen (Zelten, Campieren außerhalb offizieller Plätze) nach dem Gesetz 5170/2025 streng verboten. Bei Verstößen droht ein Basis-Bußgeld von mindestens 300 € pro Person sowie bei Gerichtsverfahren bis zu 3.000 € Geldstrafe oder 3 Monate Haft. Strände, Küstenstreifen, Wälder und archäologische Stätten sind ganzjährig tabu.
Erlaubt ist hingegen das reine Parken auf öffentlichen Parkflächen gemäß StVO, solange kein Campingverhalten gezeigt wird (keine Stühle, Tische, Markisen oder Hubdächer). Innerorts dürfen Wohnmobile bis 7,50 m Länge zeitlich unbegrenzt parken, Fahrzeuge über 7,50 m Länge maximal 24 Stunden. Die Klarstellungsverordnung vom Februar 2026 sichert dieses Recht auf reines Parken explizit zu. Legale Alternativen bieten offizielle Campingplätze (ca. 15 bis 55 €/Nacht je nach Ausstattung und Saison) sowie Stellplätze bei lokalen Gastronomiebetrieben.
Noch offene Fragen?
Ist Wildcampen in Griechenland erlaubt?
Nein, Wildcampen ist in Griechenland grundsätzlich verboten. Erlaubt ist nur das reine Parken und Übernachten im Fahrzeug, solange kein Campingverhalten sichtbar ist.
Darf man in Griechenland mit dem Wohnmobil frei stehen?
Mit dem Wohnmobil ist freies Stehen nur dort möglich, wo es verkehrsrechtlich erlaubt ist und keine lokalen Verbote gelten. Sobald du Stühle, Markise oder anderes Campingzubehör aufbaust, wird es schnell als Wildcamping gewertet.
Wo darf man in Griechenland mit dem Wohnmobil übernachten?
Am sichersten bist du auf offiziellen Campingplätzen oder klar ausgewiesenen Stellplätzen. Auf öffentlichen Flächen ist Übernachten nur dann unproblematisch, wenn es als reines Parken gilt und keine Campingausrüstung sichtbar ist.
Darf man in Griechenland direkt am Meer campen?
Direkt am Meer zu campen ist nicht pauschal erlaubt. Besonders an Stränden, Küstenzonen, in Wäldern, an Waldrändern und bei archäologischen Stätten ist Wildcamping ausdrücklich verboten.
Wie hoch ist das Bußgeld beim Wildcampen in Griechenland?
Bei Verstößen werden aktuell in der Regel 300 Euro pro Person und Fahrzeug genannt. In schweren Fällen können sogar bis zu 3.000 Euro oder eine Haftstrafe drohen.